Dienstag, 14. Oktober 2014

James Bond 007 Band 12. „Man lebt nur zweimal“


 

James Bond muss in einer ungewohnten Umgebung eine seiner schwersten Missionen vielleicht sogar die schwerste Aufgabe überhaupt meistern

 
 

James Bond ist nach dem Mord an seiner Frau durch Blofeld ein gebrochener Mann. Fleming lässt den besten Mann des MI6 zusehends verkommen und Fehler machen, die seine Position im Geheimdienst gefährden. M, Bonds Vorgesetzter, ist jedoch nicht gewillt ihn so einfach ziehen zu lassen. Deshalb betraut er seinen angeschlagenen Agenten mit einer Mission im fernen Japan, die von Ihm etwas abverlangt, was bei seinen bisherigen Missionen nur selten eine Rolle gespielt hat: Anpassung an fremde Sitten und Gebräuche und diplomatisches Geschick. Er soll die Verbindungen zum Japanischen Geheimdienst ausbauen und den Japanern einen Deal vorschlagen. Einmal mehr serviert uns Fleming durch Bonds Augen einen exotischen Schauplatz. Dieser ist zumindest nach meinem Verständnis auch sehr schön in Szene gesetzt. Besonders die Mentalität der Japaner hat es Ihm angetan. Die Einstellung der Japaner zueinander, ihre für Bond befremdlichen Vorstellungen von Moral und Ehre machen den Reiz der Geschichte aus. Japan, ist das Land mit der höchsten Selbstmordrate und seine Einwohner haben einen Hang zum Bizarren.  Bond steckt in seinen Verhandlungen schon bald in einer Sackgasse. Tiger Tanaka sein Verhandlungspartner schlägt Bond einen Handel vor. Auf einer abgelegenen Insel hat sich ein Mysteriöser Fremder niedergelassen, der Botanische Studien betreibt. In seinem Schloss sammelt der Mann tödliche Pflanzen und der Ort hat sich zum Mekka für Selbstmörder entwickelt, die Ihre letzte Reise im Garten des Botanikers antreten.

Bond soll diesen Fremden ausschalten und den Selbstmördern Japans dessen Garten verperren. Bei seinen Nachforschungen stellt 007 fest, dass sich hinter dem Fremden ein alter Feind des Agenten verbirgt, mit dem er eine große Rechnung offen hat. Der Showdown ist vorprogrammiert und während die erste Hälfte des Buches dazu dient, dem Leser und Bond den exotischen Schauplatz nahe zu bringen, widmet sich die andere Hälfte der Vorbereitung und der Konfrontation mit dem Schurken. Es ist einmal mehr dem genialen opulenten Schreibstil von Flemming zu verdanken, dass dieser ein Leckerbissen ist. Die Action hält sich zwar in Grenzen, aber man bekommt einmal mehr einen tiefen Einblick in die manchmal verstörende Welt der Geheimagenten. Am Ende gibt es eine große Überraschung, die indirekt einige Ereignisse für den Nachfolgeband  Der Mann mit dem Goldenen Colt  in Gang setzt. Darüber Hinaus, bekommt der Leser genau das, was er erwartet, eine Agentengeschichte vor exotischer Kulisse. Mit der Verfilmung unter dem gleichen Titel hat der Roman nur das Grundthema und einige Versatzstücke gemein.   

 

Fazit:  James Bond läuft nach anfänglicher Depression mit der Möglichkeit einen alten Feind zu vernichten zu Höchstform auf. Bond, der sich in Japan zu integrieren versucht bekommt für seine Mission alles, was als Gute Zutat für eine Bondgeschichte gilt. Ein böser Schurke mit einem perfiden Plan, ein paar mysteriöse Verbündete und natürlich eine Schönheit mit einer  markanten Vergangenheit, die genau in Bonds Beuteschema  passt. Man lebt nur zweimal ist ein weiterer gelungener Roman aus Ian Flemings Feder, der zwar nicht an meine persönlichen Lieblinge Feuerball , Der Spion der mich liebte und Goldfinger heranreicht, aber dennoch einen gewissen Eindruck hinterlässt.

 

 

 

 

James Bond 007 Band 12. Man lebt nur zweimal

Film/Serien-Buch

Ian Fleming

Cross Cult 2014

ISBN: 978-864250927

287 S., Taschenbuch, deutsch

Preis: EUR 12,80

 

bei amazon.de bestellen

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen