Donnerstag, 3. Oktober 2013

Ein echter Höhepunkt: Die Szenische Lesung der Drachengasse 13 bei der Jungen Bühne Mainz


Anfang Oktober hieß es: “Runter vom Sofa und rein ins Theater“. Kurz vor Beginn der hiesigen Herbstferien wollte ich meinen beiden Töchtern etwas Besonders bieten. Auf dem Programm der Jungen Bühne Mainz stand im Rahmen des 21. Mainzer Kinder-Theater-Festivals eine Szenische Lesung aus den Büchern der Jugendbuchserie „Drachengasse 13“, die den Leser  in eine fantastische Welt der Drachen, Kobolde, Feen,  Zwergen und Elfen einlädt .
Bereits vor zwei Jahren, am 12.11.2011 hatten wir die erste Lesung dieser Art besucht. Damals wurden die ersten beiden Bände der Reihe (Band 1: „Schrecken über Bondingor“ und Band 2 „Geister aus der Tiefe“) vorgestellt.  Auch diesmal lesen die Beiden Autoren Bernd Perplies und Christian Humberg auszugsweise aus zwei Büchern der Reihe vor. Vorgestellt werden die Bände 3: „Das Geheimnis der Xix“ und Band  4: „Der dämonische Spiegel“. Dabei werden sie tatkräftig vom Ensemble der Jungen Bühne unterstützt. Die Parts der Hauptpersonen werden jeweils von einem Schauspieler übernommen. Die Handlung wird teilweise auch auf der Bühne angedeutet.  So werden das magiebegabte Mädchen Hanissa von Carola Schnell, der Junge Tomrin von Wiesenstein von Constantin Heller, der Straßenjunge Sando von Tom Gramenz gelesen.  Etliche, recht lustige Nebenrollen übernimmt Philip Barth, der auch die Regiearbeit übernahm.  

Zu Beginn der Veranstaltung haben sich  ungefähr fünfzig Leute unterschiedlichen Alters eingefunden. Gegen eine Spende gibt es Orangensaft und Wasser. Für die Kinder wurde ein Tisch vorbereitet, auf dem Stifte und Ausmalbilder mit Drachengasse 13 Motiven bereitliegen.
Zur ersten Lesung 2011 waren nur wenige Kinder erschienen. Diesmal füllen sich die vorderen Sitzreihen mit jungen Fans.  Die Autoren und die Schauspieler machen es sich auf einem roten Sofa bequem. Ein Stoffdrache symbolisiert Fleck, den liebenswerten Jungdrachen, den heimlichen Star der Buchserie. 
Die Präsentation der Lesung beider Bücher ist im Aufbau gleich und dauert ungefähr jeweils eine halbe Stunde. Zunächst wird das erste Kapitel bis zum ersten Wendepunkt der Handlung mit verteilten Rollen vorgelesen. Die weitere Handlung wird grob zusammengefasst, ohne dabei wichtige Details zu verraten.
Zwei weitere ausgesuchte Szenen schließen sich an. Eine der Szenen stellt einen skurrilen Bewohner der Stadt Bondingor vor, dem die Protagonisten im Verlauf der Handlung begegnen, die zweite präsentiert jeweils einen passenden Cliffhanger, um die Neugier der potentiellen Leser anzufachen. Besonders gefallen hat mir, neben den Einlagen von Philip Barth, die schauspielerische Leistung von Christian Humberg, der mit tiefer, heiserer Stimme den Part eines Trolls vorlas.
Im Anschluss an die Lesung konnte man die vier Romane käuflich erwerben und sie sich passender weise von den Autoren signieren lassen.

Ob in absehbarer Zeit weitere Bände der Drachengasse 13 erscheinen werden war von den Autoren nicht zu erfahren. Da besonders meine große Tochter für die Bücher Feuer und Flamme war, hoffe ich doch, dass es hier bald Nachschub gibt.


Angedacht ist, dass die beiden Szenischen Lesungen in unregelmäßigen Abständen wiederholt werden. Man sollte also die Augen offenhalten, falls man sich auch einmal in die fantastische Stadt Bondingor entführen lassen will.

Die Junge Bühne Mainz bietet daneben natürlich auch noch andere Inszenierungen. Aktuell steht für Kinder eine Bühnenfassung von Pinocchio und ein einwöchiger Theaterworkshop mit dem Titel „SCHAU! SPIEL! SPIEL! SCHAU!“ auf dem Programm, letzterer war leider schon ausgebucht, als ich von ihm erfuhr. Das hätte meiner Großen bestimmt gefallen.

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